Von oben: Der Standort von KNF in Munzingen im Jahr 2005.
Standorte

Umzug nach Freiburg-Munzingen

Von der grünen Wiese in die weite Welt

Endlich mehr Platz! Platz zum Wachsen. Platz, um sich weiterzuentwickeln. 1969 lässt KNF die eng gewordene Habsburgerstraße in der Freiburger Innenstadt hinter sich und zieht auf die grüne Wiese nach Freiburg-Munzingen. Die Gemeinde hatte am östlichen Ortsrand schon länger Sumpfland für gewerbliche Zwecke ausgeschrieben. KNF ist eines der ersten Unternehmen, das sich hier, umgeben von Feldern und Natur und den umherlaufenden Fasanen auf dem Nachbargrundstück, ansiedelt. „Ich habe erst mal schauen müssen, wo das überhaupt ist – Munzingen. Das war ja nur eine Straße mit ein paar Kurven. Ich bin dann mal mit dem Fahrrad durchgefahren, als ich auf dem Weg nach Breisach ins Bad war“, erinnert sich Alexander Gagg lachend.

Das Gewerbegebiet „Kleine Roos“ muss erst einmal trockengelegt werden, bevor es bebaut werden kann. Doch der Preis ist unschlagbar: 0,70 DM für den Quadratmeter. Doch bevor KNF mit dem Bau beginnen kann, muss Erich Becker zunächst mit den Grundstückseigentümern verhandeln. „Ich habe jedes Grundstückle einzeln von den Bauern gekauft“, erinnert er sich. Am 10. Oktober 1968 treffen sich alle Grundstückseigentümer zur Unterzeichnung des Kaufvertrages. Danach kann es endlich losgehen.

Der Plan sieht zwei ineinanderfließende Bautrakte vor. Die Produktion wird modular geplant und ist zu allen Seiten hin erweiterbar. Angeschlossen an die Produktion ist das Bürogebäude.

Der nächste Schritt: Die Bauarbeiten auf der grünen Wiese in Freiburg-Munzingen beginnen im Jahr 1968.
Der nächste Schritt: Die Bauarbeiten auf der grünen Wiese in Freiburg-Munzingen beginnen im Jahr 1968.

Beim Umzug nach Freiburg-Munzingen arbeiten etwa 25 Menschen für KNF. Alle alten Maschinen werden mitgenommen, doch in den Jahren darauf verändert sich der Standort in Munzingen rasend schnell. Um den wachsenden Anforderungen und den steigenden Stückzahlen gerecht zu werden und der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein, wird die Produktionstechnik laufend modernisiert. Die letzten einfachen Drehbänke aus der Habsburgerstraße verschwinden nach und nach und werden durch moderne Maschinen ersetzt.

Endlich mehr Platz: Unter verbesserten Arbeitsbedingungen läuft die Pumpenproduktion auf Hochtouren.
Endlich mehr Platz: Unter verbesserten Arbeitsbedingungen läuft die Pumpenproduktion auf Hochtouren.

Heinz Riedlinger, ab 1966 Leiter des Technischen Büros und Prokurist bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2002, gestaltet diesen technischen Fortschritt von KNF maßgeblich mit. „Da hat er schon Unglaubliches geleistet“, resümiert Erich Becker heute rückblickend. „Daran ist er auch gewachsen. Ich meine, an diesen Herausforderungen sind wir alle gewachsen, sonst wäre es nicht gegangen.“

So jagt in den Jahren nach dem Umzug nach Freiburg-Munzingen ein Meilenstein den nächsten: Im neuen Versuchslabor werden Formmembranpumpen entwickelt und schließlich die ersten Kolbenkompressoren. Weltneuheiten, wie beheizte Membranpumpen, Doppelmembranpumpen und chemiefeste Pumpen sowie Laborpumpensysteme werden vorgestellt, Schwesterunternehmen und Vertretungen rund um den Erdball entstehen.

Die Firma wächst: Das neue Verwaltungsgebäude wird 1975 eingeweiht. Ein paar Jahre später muss es bereits wieder vergrößert werden.
Die Firma wächst: Das neue Verwaltungsgebäude wird 1975 eingeweiht. Ein paar Jahre später muss es bereits wieder vergrößert werden.

Als KNF im Jahr 1996 sein 50. Firmenjubiläum feiert, beschäftigt das Unternehmen weltweit 280 Mitarbeitende und ist Marktführer.

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