Einfache Handhabung: Die KNF Picco Pumpe bei der Anwendung in einem Labor.
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Die Picco-Pumpe

Der Einstieg in das Laborgeschäft

Sie ist der erste große Erfolg aus dem Hause KNF: Die Picco-Pumpe. Doch sie ist nicht die erste KNF-Pumpe überhaupt. Angefangen hat alles mit der AL 15 und AL 17 – der AEROMAT-Serie, die KNF in den 1960er Jahren für Labore entwickelt und aus der die Picco-Pumpe entsteht.

Die Pumpen der AEROMAT-Reihe haben mehrere Vorteile gegenüber anderen Membranpumpen: Zum einen schafft es KNF, die Lebensdauer der Membrane deutlich zu steigern – damals die wohl größte Schwachstelle von Membranpumpen. Indem KNF den Pleuel der Pumpe und die Kontur auf der Innenseite des Pumpenkopfes aufeinander abstimmt, wird die mechanische Belastung auf die Membrane verringert und ihre Lebensdauer von 1.000 Betriebsstunden auf über 3.000 Betriebsstunden gesteigert. Auch das Vakuum wird verbessert und der Enddruck von 400 mbar auf 300 mbar verringert. Doch damit entsteht ein neues Problem: Die Ventile, die bisher über Druckdifferenzen gesteuert werden, reagieren bei den geringeren Drücken nicht mehr zuverlässig. Die Lösung für dieses Problem bringt KNF schließlich das erste Patent ein: Die Entwickler verlegen das Ansaugloch vom Zentrum des Pumpraums an den Rand, sodass die Membrane diese nach außen abdichtet.

Erstes Patent: 1966 sichert sich Erich Becker die Schutzrechte auf seine Weiterentwicklung der Membranpumpentechnik.
Erstes Patent: 1966 sichert sich Erich Becker die Schutzrechte auf seine Weiterentwicklung der Membranpumpentechnik.

Auf diesen technischen Entwicklungen basieren die AEROMAT-Pumpen, mit denen Erich Becker in den 1960er Jahren versucht, die Laborhändler Deutschlands zu überzeugen – mit zunächst mäßigem Erfolg. Bald findet er heraus, dass seine Pumpen einen Enddruck von etwa 20 mbar erreichen müssen, um die gängigen Wasserstrahlpumpen, die in Laboren zur Vakuumerzeugung eingesetzt werden, zu verdrängen. So beginnt er an einer neuen Testreihe zu tüfteln, an deren Ende die NK 25 steht – die Picco-Pumpe. Sie vereint sämtliche Vorteile der AEROMAT-Reihe, schafft es, 20 Liter pro Minute zu fördern und erreicht ein Endvakuum von 20 mbar absolut. Diese Leistungssteigerung schafft KNF, indem zwei Pumpenköpfe der AL 17 hintereinander geschaltet werden. Die Picco-Pumpe wird ein großer Erfolg. Mit ihr macht sich KNF einen Namen und schafft den Einstieg in den Laborbereich.

Mit der Picco-Pumpe NK 25 schafft KNF den Durchbruch in den Laboren.
Mit der Picco-Pumpe NK 25 schafft KNF den Durchbruch in den Laboren.
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