Die temperaturbeständigen Membrankompressoren und Vakuumpumpen von KNF mit beheiztem Membrankopf halten bis zu 240 Grad Celsius stand.
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Temperatur­beständige und beheizte Pumpen

Heiße Pumpenköpfe für valide Messergebnisse

KNF-Pumpen fördern verschiedenste Medien – von einfacher, reiner Luft, zum Beispiel in Beatmungsgeräten, bis zu aggressiven Stoffen in Laboren. Je nach Einsatzgebiet werden Werkstoffe und Bauart der Pumpenkomponenten angepasst. Aber was passiert, wenn Membranpumpen mit heißen Gasen in Berührung kommen? Vor dieser Frage steht KNF Anfang der 1970er Jahre. Und die Antwort ist so einfach wie genial. 

Die Membranpumpen sollen zur Gasanalyse im Rahmen einer Abgasmessung eingesetzt werden. Die Herausforderung: Wenn Gase mit höherer Temperatur auf einen kalten Pumpenkopf treffen, beginnen sie zu kondensieren. Die Folge: Die Testergebnisse werden verfälscht! KNF wird deshalb schnell klar, dass die Lösung nur eine integrierte Beheizung sein kann. 

Die Tüftler im Versuchslabor konstruieren innerhalb kürzester Zeit eine Pumpe, deren Bestandteile nicht nur temperaturbeständig sind, sondern die zudem einen elektrischen Heizkörper im Membrankopf aufweist. Die erste beheizte Membranpumpe ist geboren. Um die Pumpe gegen hohe Temperaturen zu wappnen, sind bestimmte Teile aus Aluminium oder in einer korrosionsfesten Ausführung in Stahl gehalten. Die Pumpen können so ohne Probleme Gas mit bis zu 200 Grad Celsius fördern und bei hohen Umgebungstemperaturen sicher arbeiten.

Diese beheizten Pumpen kommen bald auch bei sogenannten Flammen-Ionisations-Detektoren (FID) zum Einsatz. Diese messen in der Industrie die Kohlenwasserstoff-Konzentration in Gasen. In den Geräten saugen KNF-Pumpen die zu messende Luftprobe an und drücken sie in einen Brenner. Um eine Kondensation zu vermeiden, ist nicht nur der Kopf, sondern auch die Förderleitung auf 200 Grad Celsius beheizt. Membrane und Ventile der Pumpe bestehen aus Teflon, die Teile, die mit dem geförderten Gas in Berührung kommen, aus eloxiertem Aluminium.

Die Idee zu den beheizten Pumpen hat sich durchgesetzt. Seit den 1970er Jahren wurde ihre Technik weiter verbessert. Inzwischen können die Pumpen sogar Prozessgase mit bis zu 240 Grad Celsius fördern, ohne dass Kondensationserscheinungen auftreten. Die Pumpen gibt es entweder mit thermostatischer Temperaturbegrenzung oder elektronischer Regelung. Über eine Bedienung können die Einstellungen an der Kopfbeheizung verändert werden – auch die Steuerung über einen Computer ist dank mitgelieferter Software möglich. 

Die beheizten KNF-Pumpen kommen in der Forschung zum Einsatz oder in Gaswarn-Anlagen. Sie sind aber nach wie vor besonders in der Umwelttechnik gefragt, wo sie sich zur Analyse von Autoabgasen bewährt haben.

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