Allgemein

System- und Betriebsanpassungen für eine leise Membranpumpe

Es gibt viele systemische Veränderungen, die berücksichtigt werden können, wenn der leise Betrieb einer Membranpumpe wichtig ist.

Verschiedene Aspekte der Pumpenintegration und des Systemdesigns können dazu beitragen, Membranpumpen leiser zu machen. Wenn ein niedriger Geräuschpegel entscheidend ist, sollten diese Maßnahmen unbedingt in Betracht gezogen werden. Darüber hinaus gibt es verschiedene Möglichkeiten, um Membranpumpen bereits im Prozess des Customizings leiser zu machen.

Abdeckungen nicht zwingend leiser

Eine der offensichtlichsten Möglichkeiten, eine Membranpumpe leiser zu machen, besteht darin, sie zu dämmen. Die eine Pumpe umgebenden Materialien können sowohl Geräuschquelle als auch Schalldämpfer sein. Einige Materialien können Geräusche verstärken oder übertragen, anstatt sie zu dämpfen. Je mehr Material die Pumpe umgibt, desto größer ist die Möglichkeit, den Schall zu absorbieren oder abzulenken. Schwerere und dickere Materialien können als Dämpfer für Oberschwingungen wirken und unerwünschte Geräusche reduzieren. Der Einsatz von Materialien wie Gummi kann dazu beitragen, Schwingungen zu absorbieren und Lärm zu reduzieren. Es ist jedoch zu beachten, dass die Ummantelung des Motors mit schallabsorbierendem Material zu einer Erhöhung der Motortemperatur führen kann.

Pumpenstandort entscheidend für eine leise Membranpumpe

Die richtige Platzierung und Installation der Pumpe in einem System ist ebenfalls wichtig für die Lärmminderung. Die Isolierung der von der Pumpe und dem Motor erzeugten Vibrationen vom System trägt dazu bei, zusätzlichen Lärm, der möglicherweise durch Umgebungsfaktoren verursacht wird, zu reduzieren. Eine korrekte Montage der Pumpe stellt auch sicher, dass sie nicht mit geräuschverstärkenden Oberflächen im System in Berührung kommt.

Auf die Installationsfläche kommt es an

Die Oberfläche, auf der eine Pumpe montiert ist, kann eine erhebliche Geräuschquelle darstellen. Die Vibrationen einer ansonsten leisen Membranpumpe können verstärkt werden oder zusätzliche Geräusche verursachen, wenn die Pumpe auf einer Resonanzfläche steht. Daher sollten Pumpen nicht an der Außenverkleidung oder Abdeckung eines Systems montiert werden. Die Montage auf dickeren und festeren Materialien kann dazu beitragen, Geräusche und Vibrationen zu reduzieren. Die beste Methode zur Vermeidung von Geräuschen ist die Isolierung der Pumpe und ihre korrekte Installation.

Schläuche können Lärm verursachen ...

Die an die Pumpe angeschlossenen Schläuche können den Geräuschpegel erheblich beeinflussen. Verschiedene Faktoren können die Geräuschentwicklung der Schläuche beeinflussen, insbesondere das Schlauchmaterial, die Schlauchlänge und der Innendurchmesser. Vibrationen der Pumpe und des Fördermediums können ebenfalls dazu führen, dass die Schläuche vibrieren und Geräusche erzeugen, wenn sie gegen andere Systemkomponenten oder das Gehäuse stoßen oder vibrieren.

... oder Membranpumpen leiser machen

Schläuche können auch zur Lärmminderung eingesetzt werden. Sie können beispielsweise an der Auslass- oder Einlassseite einer Vakuumpumpe angebracht werden, um den Lärm zu reduzieren. Längere Schläuche und weichere Materialien sind in der Regel wirksamer bei der Schallabsorption. Dies ist aber nicht immer der Fall. Schwerere, steifere Schläuche neigen dazu, bei Anwendungen, bei denen Vibrationen ein Problem darstellen, weniger zu vibrieren. Die Verwendung von Schläuchen zur Lärmreduzierung ist jedoch nicht ohne Herausforderungen. Zu lange Schläuche oder zu kleine Durchmesser wirken sich negativ auf die Förderleistung der Pumpe aus. Bei einigen Anwendungen kann der Einbau zusätzlicher Schläuche auch dazu führen, dass die Pumpe lauter wird.

Kontinuierlicher Betrieb für mehr Ruhe

Änderungen in der Betriebsweise einer Pumpe können ebenfalls zur Lärmminderung beitragen. Zum Beispiel sind Lastwechsel eine häufige Quelle von Pumpengeräuschen, die schwer zu vermeiden sind. Sie treten auf, wenn eine Pumpe von einer Betriebsart in eine andere wechseln muss. Zum Beispiel erfährt eine Pumpe, die bei niedrigem Druck arbeitet und dann auf hohen Druck umschaltet, eine drastische Laständerung, die sie kompensieren muss. Die plötzliche Änderung des Förderstroms und der Leistung kann zusätzliche Geräusche verursachen. Am besten lassen sich diese Geräusche vermeiden, indem die Bedingungen, unter denen die Laständerung stattfindet, vermieden werden. Dies ist jedoch nicht immer möglich. Eine andere Möglichkeit ist, die Motordrehzahl zu reduzieren, und verschiedene Schalldämpfer- und Rohrleitungskonfigurationen können helfen. Bei einigen Anwendungen kann es sinnvoll sein, eine größere Pumpe bei niedrigerer Drehzahl zu verwenden.

Kompromisse oft notwendig

Nicht alle der vorgestellten Optionen sind für alle Pumpen und Motoren verfügbar. Dies gilt sowohl für operative und systembedingte Lärmminderungsmaßnahmen als auch für pumpenseitige Anpassungen. Manchmal sind diese Änderungen mit Kosten verbunden. In einigen Fällen sind die Kosten finanzieller Art. In anderen Fällen betreffen sie die Leistung der Pumpe. Daher ist es sehr wichtig, die Relevanz der Lärmminderung für eine Anwendung zu ermitteln und zu berücksichtigen.

Testen unbedingt empfohlen

Fast alle Änderungen an einer Pumpe, die zu einer Geräuschminderung führen, erfordern wahrscheinlich einen gewissen Kompromiss bei der Leistung oder den Kosten. Bei einigen Anwendungen ist die Geräuschminderung den möglichen Leistungsverlust nicht wert. Da so viele Faktoren zur Lärmentwicklung beitragen können, gibt es verschiedene Ansätze zur Lärmminderung. Alle in diesem und dem vorherigen Blogbeitrag vorgestellten Ansätze und die Auswirkungen ihrer Anwendung müssen berücksichtigt werden. Auch bei einer detaillierten kundenspezifischen Entwicklung ist das Testen einer Pumpe unter realen Bedingungen von entscheidender Bedeutung, um ihre Geräuschleistung wirklich bestimmen zu können.

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