19.10.2022

Den Treibhausgasen auf der Spur

Erste argentinische Flug-Expedition von Patagonien bis Alaska zur Klima-Forschung

In Ushuaia in Argentinien startete die Flug-Expedition zur Messung der Rußpartikelkonzentration.

Zwei Argentinier haben sich ihren Traum erfüllt und sind in einem selbstgebauten Flugzeug namens Correcaminos von Patagonien nach Alaska geflogen. Mit an Bord war das Magee Scientific Aethalometer AE43 des slowenischen KNF Kunden Aerosol Co. mit Sitz in Ljubljana, das kontinuierlich während des Flugs die Konzentration von Ruß-Aerosolen gemessen hat: ein Projekt, das weitere wertvolle Daten zum Klimawandel und Treibhausgasen liefern konnte.

Forschungsflugzeug mit Messtechnik für Luftverschmutzung

Das Projekt Patagonien-Alaska: Zwei Piloten, Juan Martín Escobar und Guillermo Casamayú, haben es sich zum Ziel gesetzt, mit ihrem selbstgebauten Flugzeug Correcaminos und einem Kohlenstoff-Messgerät in 2.500 m Höhe auf der gesamten Strecke ihres abenteuerlichen Fluges von einem Ende des Kontinents zum anderen die Rußpartikelkonzentration zu messen.

 

Das sind 40.000 Kilometer in 150 Flugstunden über 22 Länder – auf der Strecke von der südlichsten Stadt der Welt, Ushuaia in Patagonien, nach Alaska. Einmal längs durch Süd-, Mittel- und Nordamerika.

 

Mit im Gepäck: eine Membran-Gaspumpe von KNF.

Die beiden Piloten und Initiatoren des Messflug-Projektes Juan Martín Escobar und Guillermo Casamayú vor ihrem Flugzeug. Bildnachweis: © Juan Martín Escobar / Guillermo Casamayú
Die beiden Piloten und Initiatoren des Messflug-Projektes Juan Martín Escobar und Guillermo Casamayú vor ihrem Flugzeug. Bildnachweis: © Juan Martín Escobar / Guillermo Casamayú
Das Messflugzeug wurde von Juan Martín Escobar und Guillermo Casamayú selbst gebaut. Bildnachweis: © Juan Martín Escobar / Guillermo Casamayú
Das Messflugzeug wurde von Juan Martín Escobar und Guillermo Casamayú selbst gebaut. Bildnachweis: © Juan Martín Escobar / Guillermo Casamayú

Messung Rußpartikel mit Aethalometer

Die KNF Pumpe ist verbaut in einem Aethalometer, dem am weitesten verbreiteten Instrument zur Überwachung von schwarzen Kohlenstoff-Aerosolen in der Luft. Aus den Kohlenstoffflüssen und Aerosolen lassen sich Rückschlüsse auf klimarelevante chemische und physikalische Prozesse ziehen.

 

Entwickelt wurde das Magee Scientific Aethalometer AE43 von dem slowenischen KNF Kunden Aerosol Co., der als Partner im Patagonien-Alaska-Projekt seine Expertise und das zentrale Messinstrument beigesteuert hat.

Das von Aerosol Co. produzierte Magee Scientific Aethalometer AE43 hat auf der gesamten Strecke von Patagonien bis Alaska den Rußpartikelgehalt der Luft in 2.500 m Höhe gemessen. Bildnachweis: © Aerosol Co.
Das von Aerosol Co. produzierte Magee Scientific Aethalometer AE43 hat auf der gesamten Strecke von Patagonien bis Alaska den Rußpartikelgehalt der Luft in 2.500 m Höhe gemessen. Bildnachweis: © Aerosol Co.

Luftproben in 2.500 Meter Höhe mit wartungsarmer Membranpumpe

Zur Messung des schwarzen Kohlenstoffs war auf dem rechten Flügel des zweisitzigen Flugzeuges ein zusätzliches Pitot-Rohr angebracht. Mit einem Pitot-Rohr wird normalerweise über die Messung des Gesamtdruckes die Geschwindigkeit eines Flugzeugs bestimmt. In diesem Fall diente das zweite Pitot-Rohr zur Probenentnahme in 2.500 m Höhe.

 

Die Luftproben wurden dem Magee Scientific Aethalometer AE43 zugeführt, das in der kleinen Maschine hinter den Sitzen positioniert war.

 

Die KNF Membran-Gaspumpe der Reihe N 86 in dem Messinstrument war dafür verantwortlich, kontinuierlich definierte Volumina der Luft zur Analyseeinheit des Gerätes zu befördern. Mit der wartungsarmen Pumpe war sichergestellt, dass die Proben auf dem Flug nach Norden kontinuierlich gezogen und gemessen werden konnten.

Eingebaut im Rußpartikel-Messgerät Magee Scientific Aethalometer AE43 leistet die Gas-Membranpumpe N 86 von KNF zuverlässig ihren Dienst für die Aerosol-Forschung.
Eingebaut im Rußpartikel-Messgerät Magee Scientific Aethalometer AE43 leistet die Gas-Membranpumpe N 86 von KNF zuverlässig ihren Dienst für die Aerosol-Forschung.

Vor der großen Tour hatten die beiden Piloten und die an dem Projekt beteiligten Partner das Flugzeug, das Messinstrument und die Probenahme auf Testflügen in Patagonien erprobt.

Mit einem selbstgebauten zweisitzigen Flugzeug treten Juan Martín Escobar und Guillermo Casamayú den Aerosol-Messflug von Patagonien nach Alaska an. Bildnachweis: © Juan Martín Escobar / Guillermo Casamayú
Mit einem selbstgebauten zweisitzigen Flugzeug treten Juan Martín Escobar und Guillermo Casamayú den Aerosol-Messflug von Patagonien nach Alaska an. Bildnachweis: © Juan Martín Escobar / Guillermo Casamayú

Partner auf der wissenschaftlichen Seite in diesem Projekt waren neben Aerosol Co. der argentinische Wetterdienst SMN (Servicio Meteorológico Nacional) und die Universität von Patagonien.

Erfolgreiches Ende der ersten argentinischen Flug-Expedition

Am 10. Juli ist die Correcaminos in Fort Lauderdale in den USA, angekommen. Nach kleinen technischen Problemen, die sich mithilfe der Internet-Community lösen ließen, sind die Piloten weiter auf dem Weg nach Norden geflogen. Schließlich erreichte das Team drei Tage später sein Ziel und kam in Alaska an. Auf dem Rückweg flogen die Piloten streckenweise entlang der Panamericana.

 

Man darf gespannt sein auf die Auswertung der Ergebnisse der Kohlenstoff-Messungen und die daraus folgenden Einsichten für den Klimawandel.

 

Den eigenen Kohlendioxid-Fußabdruck gleicht das Piloten-Team durch die Pflanzung von 1.000 Bäumen in der Heimatregion aus.

Der Blick aus dem Messflugzeug heraus auf das Amazonas-Gebiet. Bildnachweis: © Juan Martín Escobar / Guillermo Casamayú
Der Blick aus dem Messflugzeug heraus auf das Amazonas-Gebiet. Bildnachweis: © Juan Martín Escobar / Guillermo Casamayú

KNF wünschte beiden Piloten bei ihrem ambitionierten Patagonien-Alaska-Projekt viel Erfolg und alles Gute. Wir sind natürlich stolz, dass eine unserer Pumpen an dem Projekt beteiligt war und einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Kohlenstoff-Aerosole und deren Anteil am Klimawandel geleistet hat.

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