Die Membranvakuumpumpe NK 143 E wird beispielsweise zur Gasanalyse in Bergwerken eingesetzt.
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Kohlenmonoxid zuverlässig auf der Spur

CO-Alarmsysteme für Tunnel, Garagen und Industrieöfen

Eine gute Membranpumpe arbeitet zuverlässig, effektiv und am besten unbemerkt im Hintergrund. Dabei muss sie oft extreme Umstände meistern. Anfang der 1970er Jahre zum Beispiel konstruiert KNF eine Pumpe, die in CO-Alarmanlagen zum Einsatz kommen soll. Diese Anlagen kontrollieren hauptsächlich in Garagen, Tunneln und Industrieöfen den sogenannten MAK-Grenzwert (maximale Arbeitsplatz-Konzentration). Dieser Grenzwert beschreibt, wie große Mengen eines Stoffes – in diesem Fall Kohlenmonoxid – in der Luft vorhanden sein dürfen, ohne dass er auch bei wiederholter und langfristiger Exposition zu Gesundheitsschäden führt. Also auch, wenn man diesem Stoff fünf Tage die Woche, acht Stunden am Tag während der Arbeit ausgesetzt ist. 1973 lag dieser Grenzwert für CO bei 50 ppm („parts per million“), heute liegt er bei 28 ppm.

Die Aufgabe der KNF Pumpe besteht darin, die zu prüfende Luft an einem Eingangsfilter anzusaugen und zu einem Detektions- und Alarmgerät weiterzuleiten. Erreicht die Messung einen bestimmten Grenzwert, wird ein optischer und akustischer Alarm ausgelöst und eine Luftsteuerung betätigt. Die Herausforderung besteht zum einen darin, dass die Rohrleitung zwischen Eingangsfilter und Pumpe bis zu 150 Meter lang ist und so einen großen Strömungswiderstand aufweist. Zum anderen muss die Pumpe innerhalb eines geschlossenen Gehäuses ununterbrochen arbeiten und deshalb möglichst wenig Wärme entwickeln. Außerdem muss KNF noch eine Spezialausführung für die Raumluftüberwachung in Kernkraftwerken entwickeln.

Die technische Antwort auf diese Herausforderungen besteht darin, dass KNF zunächst in das Gehäuse des Standardtyps 07 einen unbelüfteten Motor mit einer reduzierten Leistung einbaut. Zudem wird die Förderleistung auf 5 l/min herabgesetzt. So entsteht die NK 640.7 E – eine besonders leise und robuste Pumpe, die im Dauerbetrieb läuft. In den Kernkraftwerken setzt KNF Membrankompressoren mit Doppelmembransystem ein. Da die Pumpen dort mit Temperaturen von bis zu 50 Grad zurechtkommen müssen, verwendet KNF für die Köpfe rostfreien Stahl sowie für die Membranen, Ventilplatten und O-Ringe einen speziellen Kunststoff.

So sorgen die Pumpen dafür, dass am Arbeitsplatz, egal ob in der Tiefgarage oder dem Kernkraftwerk, nachweislich unschädliche Luft herrscht – und arbeiten dabei wie selbstverständlich wartungsfrei und unbemerkt, aber zuverlässig.

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