Die Flüssigkeitspumpen von KNF arbeiten mit einem Schwingkammersystem, das Kavitationseffekte reduziert.
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Das Schwingkammersystem

Eine Idee, die sich bis heute bewährt hat

Oft sind es die einfachen Ideen, die erfolgreiche Lösungen hervorbringen. Wie die Anfang der 1980er Jahre entwickelte erste Flüssigkeitspumpe ND 100 mit Schwingkammersystem. Die an der Saugseite der Flüssigkeitspumpen angebrachte Kammer dient nicht nur als Flüssigkeitsregler, sondern auch als Pulsationsdämpfer.

Gerade noch so wird die erste Flüssigkeitspumpe mit Schwingkammer nach vielen Versuchen und Studien zur Achema 1982 in Frankfurt fertig. Auf der weltweit größten Messe der Prozessindustrie für chemische Technik, Verfahrenstechnik und Biotechnologie ist das Interesse an der Weltneuheit groß. Auch, weil das bis dahin übliche System zur Regelung von Fördermengen viele Nachteile hatte – unter anderem war es aufwendig und störanfällig. Das neue KNF Schwingkammersystem dagegen ist robust und funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Es nutzt die Bewegungsenergie, die beim Ansaugen der Flüssigkeit entsteht.

Das eigentliche Herz der Flüssigkeitspumpe ist eine Membran. Saugseitig der Pumpe ist eine Schwingmembran so angebracht, dass sie eine Kammer bildet. Die Membran schwingt mit der Frequenz der Saughübe mit, das Volumen der Schwingkammer kann über einen einfachen Regler verändert werden. Wird es reduziert, verringert sich auch die angesaugte Flüssigkeitsmenge. Einfach, genial – und in mehrfacher Hinsicht effektiv. Denn so kann nicht nur die Flüssigkeitsmenge geregelt werden, die Schwingkammer ist auch ein dynamischer Puffer. Durch sie können Unterdruckspitzen ausgeglichen und unerwünschte Gasbläschen in der geförderten Flüssigkeit (Kavitationseffekte) reduziert werden.

Die Premiere auf der Achema 1982 ist jedenfalls ein voller Erfolg. Schon ein Jahr später nimmt KNF zwei neue Serienpumpen mit Schwingkammer in das Produktprogramm auf. Wie auch bei anderen Modellen können Motor, Membran, Exzenter und Pumpenkopf in verschiedenen Ausführungen dank dem Baukastensystem miteinander kombiniert werden. Da die Pumpe oft in Laboren zum Einsatz und daher mit aggressiven Flüssigkeiten in Berührung kommt, sind die Schwingmembran und die Ein- und Auslassventile jedoch grundsätzlich aus Teflon.

Große Produktvielfalt: Die FL 10 ist eine von vielen Flüssigkeitspumpen, die bei KNF Flodos in der Schweiz entwickelt und hergestellt werden.
Große Produktvielfalt: Die FL 10 ist eine von vielen Flüssigkeitspumpen, die bei KNF Flodos in der Schweiz entwickelt und hergestellt werden.

Bis heute hat sich die Idee der Schwingkammer bewährt. Sie kommt mit den KNF Flüssigkeitspumpen in verschiedensten Bereichen zum Einsatz, aber vor allem in der Medizin- und der industriellen Digitaldrucktechnik. Wie zum Beispiel in Form der Flüssigkeitspumpe FL 10, die KNF speziell für dünnflüssige, aggressive Medien konzipiert hat. Solche Medien sind oft bei Hygieneanwendungen anzutreffen. Da die Schwingkammer Turbulenzen ausgleicht, gelangen zur Ausgasung neigende Desinfektionsmittel schonend durch die Förderstrecke. Ein Beispiel unter vielen. Denn die Schwingkammer ist heute ein wichtiger Bestandteil für die passgenauen Pumpenlösungen, die den Erfolg von KNF ausmachen.

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