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Anspruchsvolle Medien und ihre besonderen Eigenschaften

Bestimmte Eigenschaften von Gasen und Flüssigkeiten können Pumpensysteme besonders herausfordern

Pumpen sind für den Transport von Flüssigkeiten und Gasen von entscheidender Bedeutung. Dabei stellen bestimmte medienspezifische Charakteristika besondere Anforderungen an die eingesetzten Systeme, die bereits bei der Projektierung berücksichtigt werden müssen. Von korrosiven und abrasiven bis hin zu brennbaren und scherempfindlichen Eigenschaften können verschiedene Faktoren die Leistung einer Pumpe und die an sie gestellten Anforderungen beeinflussen.

Besonders herausfordernde Gase und Flüssigkeiten 

In nahezu allen Industriezweigen sind Pumpensysteme elementar für die präzise und zuverlässige Förderung von Flüssigkeiten oder Gasen. Für bestimmte Fördermedien ist es dabei besonders wichtig, das eingesetzte Equipment auf deren spezifische Eigenschaften abzustimmen, um die störungsfreie Funktion und eine entsprechend lange Lebensdauer der Anlage zu gewährleisten. Welche Eigenschaften sind es, die Flüssigkeiten oder Gase zu besonders anspruchsvollen Medien machen?

  • Korrosivität: Korrosive Anwendungen mit starken Säuren oder hochreaktiven Chemikalien finden sich in zahlreichen Industriezweigen und erfordern den Einsatz besonders robuster Werkstoffe, um Verschleiß oder Schäden an den medienberührenden Pumpenkomponenten zu vermeiden. 

  • Abrasivität: Medien, die abrasive Partikel enthalten, können mit der Zeit zu Verschleiß und Erosion der Pumpenkomponenten und damit zu vorzeitigem Ausfall und häufigen Reparaturen führen. Beispiele hierfür sind bestimmte Arten von Tinten oder Abwässer. 

  • Reinheit: In der Labortechnik, Medizin, Pharmazie oder Lebensmittelindustrie ist es von entscheidender Bedeutung, Medien wie Blut, Impfstoffe oder Lebensmittel keinerlei Kontamination auszusetzen. So erfordert etwa die Mikrochipindustrie völlig ionenfreie Systeme für den Transfer hochreiner Flüssigkeiten. Diese hohen Reinheitsanforderungen verwandeln scheinbar einfach handhabbare Substanzen schnell in anspruchsvolle Medien. 

  • Entflammbarkeit oder Explosivität: Die hohe Entflammbarkeit oder Explosionsfähigkeit einiger Fluide, wie Methan, Propan oder Ethanol, stellt besondere Herausforderungen und Risiken für Mensch und Ausrüstung dar und erfordert daher eine sorgfältige Handhabung und ein Höchstmaß an Dichtheit, um das Risiko einer unbeabsichtigten Entzündung zu minimieren. 

  • Scherempfindlichkeit: Einige Medien erfordern eine besonders schonende Handhabung, da sie durch die mechanischen Kräfte während des Pumpvorgangs beschädigt oder zersetzt werden können. Insbesondere bei Medien, die lebende Zellen oder Organismen wie Bakterien oder Hefen enthalten, können übermäßige Krafteinwirkungen schnell problematisch werden. Auch synthetische Materialien wie Polymerlösungen, die bei der Wasseraufbereitung oder der Öl- und Gasförderung eingesetzt werden, können empfindlich auf Scherkräfte reagieren. 

  • Temperatur: Besonders hohe oder niedrige Medientemperaturen können zur thermischen Expansion oder Kontraktion der Pumpenkomponenten und somit zu einem geringeren Leistungsvermögen und erhöhtem Verschleiß führen. Darüber hinaus neigen einige Medien bei bestimmten Temperaturen zu einer höheren Viskosität oder Instabilität und beeinträchtigen die Leistung der Pumpe so zusätzlich. 

  • Wert: Einige Gase wie Helium, Argon oder spezielle Prozessgase sind besonders wertvoll und erfordern eine hohe Dichtheit der eingesetzten Systeme, um Verluste während des Transports zu vermeiden. 

Für jede Anwendung die geeignete Pumpe finden

Diese Eigenschaften können für viele Pumpentypen eine Herausforderung darstellen, da sie häufig auf eng tolerierte Passungen und Dichtungen angewiesen sind, die durch viskose und abrasive Flüssigkeiten verstopft, beschädigt oder abgenutzt oder durch aggressive Gase korrodiert werden können. Darüber hinaus sind einige Systeme oder Pumpentechnologien nicht leckagefrei. Vermeidbare Schäden an Dichtungen oder mechanischen Teilen führen dann zu erhöhtem Wartungsaufwand und Ausfallzeiten. Hinzu kommt, dass nicht optimal angepasste Anlagen häufig mit einem insgesamt geringeren Wirkungsgrad arbeiten. In derartigen Fällen kann der Einsatz von Membranpumpen besonders sinnvoll sein, da diese hier eine Reihe von konstruktionsbedingten Vorteilen bieten.

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